Gerade wenn die Temperaturen die 20-Grad-Marke überschreiten und eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, zeigt sich im Rosengarten oft ein ungebetener Gast. Der Echte Mehltau, treffend auch als „Schönwetterpilz“ bezeichnet, überzieht die Blätter der Königin der Blumen mit einem unschönen, weißlichen und mehligen Belag. Besonders junge Triebe, die bei anhaltender Trockenheit nicht vollständig ausreifen können, bieten dem Pilz eine ideale Angriffsfläche. Die Konsequenzen für die Pflanze sind fatal: Die Blätter rollen sich ein, vertrocknen und werden schließlich abgeworfen. Gärtner sollten dieses abgefallene Laub keinesfalls auf dem Kompost entsorgen, da der Pilz dort überwintern kann; der Hausmüll ist hier der einzig richtige Ort.

Milch als effektives Hausmittel

Doch der Griff zur chemischen Keule ist oft gar nicht nötig. Im Kampf gegen den pilzlichen Belag hat sich ein verblüffend einfaches Hausmittel bewährt: herkömmliche Milch. Für die Anwendung empfiehlt sich eine Mischung aus einem Teil Roh- oder Vollmilch und acht Teilen Wasser – beispielsweise 100 Milliliter Milch auf 800 Milliliter Wasser. Wichtig ist hierbei der Verzicht auf haltbar gemachte H-Milch, da diese nicht die gewünschten Enzyme enthält. Die Lösung wird in eine Sprühflasche gefüllt und einmal wöchentlich auf die betroffenen Rosen ausgebracht. Diese Behandlung schadet der Pflanze nicht und kann sogar vorbeugend angewendet werden. Lediglich bei extrem hartnäckigem Befall kann der Einsatz eines chemischen Fungizids unvermeidbar werden.

Vorbeugung durch Standortwahl und Sortenvielfalt

Damit es erst gar nicht zu einer Infektion kommt, spielt der Standort eine entscheidende Rolle. Rosen benötigen einen sonnigen, luftigen Platz mit nährstoffreicher Erde. Zirkuliert die Luft gut, können die Blätter nach Regenschauern rasch abtrocknen, was dem Pilz die Lebensgrundlage entzieht. In Trockenperioden ist zudem durchdringendes Wässern Pflicht. Wer seine Pflanzen zusätzlich stärken möchte, greift zu Brühen aus Ackerschachtelhalm oder Zwiebel-Knoblauch-Sud. Diese natürlichen Stärkungsmittel festigen die Außenhaut der Blätter, wodurch Sporen schlechter haften bleiben. Beim Neukauf lohnt sich zudem ein Blick auf das ADR-Zeichen (Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung), das besonders robuste und widerstandsfähige Sorten kennzeichnet.

Bildungsangebote der Penn State Extension im Januar 2026

Nicht nur die praktische Pflege, sondern auch theoretisches Wissen ist für den gärtnerischen Erfolg unerlässlich. Die Penn State Extension setzt daher ihr umfangreiches Bildungsangebot auch im neuen Jahr fort. Interessierte, die Schwierigkeiten mit der Online-Registrierung haben, können sich telefonisch an den Kundenservice wenden. Viele der Webinare werden aufgezeichnet und stehen auch nachträglich auf der Website zur Verfügung.

Den Auftakt macht am Donnerstag, den 8. Januar 2026, von 12:00 bis 13:00 Uhr ein kostenloses Webinar zur Wissenschaft der Pflanzenvermehrung durch Stecklinge. Teilnehmer erfahren hier, welche biologischen Prozesse ablaufen, wenn aus einem einfachen Schnitt eine eigenständige Pflanze heranwächst und welche Faktoren über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Eine vorherige Online-Registrierung ist erforderlich, um den Zugangslink zu erhalten.

Vertiefende Kurse für Hobbygärtner und Profis

Für diejenigen, die tiefer in die Materie einsteigen wollen, startet am Dienstag, den 20. Januar 2026, die sechsteilige Serie „Dig into Gardening“. Diese Reihe bietet einen Einblick in den Lehrplan der „Master Gardener“-Ausbildung und kombiniert essentielle Gartenwissenschaft mit praxisnahen Forschungsergebnissen. Die Teilnahmegebühr für die gesamte Reihe beträgt 150 US-Dollar.

Parallel dazu richtet sich am 22. Januar ein ganztägiges Training in Chambersburg, Pennsylvania, an Obst- und Gemüsebauern. Von 8:00 bis 16:30 Uhr geht es um die Zertifizierung nach dem „Food Safety Modernization Act“ (FSMA). Der Kurs behandelt Best Practices zur Lebensmittelsicherheit sowie das Co-Management von natürlichen Ressourcen und erfüllt spezifische behördliche Anforderungen. Nach Abschluss des Trainings und Einreichung der Unterlagen sind die Teilnehmer berechtigt, ein Zertifikat der AFDO (Association of Food and Drug Officials) zu erhalten. Die Kosten belaufen sich auf 50 Dollar.

Ausblick auf landwirtschaftliche Termine im Februar

Auch der Februar hält spannende Termine bereit. Am 29. Januar findet zunächst der „Franklin County Crops Day“ statt, der landwirtschaftlichen Erzeugern aktuelle Einblicke in Forschung und Technik bietet sowie einen Rückblick auf das Erntejahr 2025 ermöglicht. Die Veranstaltung inklusive Mittagessen kostet 10 Dollar.

Ein kreativer Workshop folgt am Samstag, den 7. Februar 2026, um 10:00 Uhr. Unter dem Motto „Get in the Mood for Spring with Winter Sowing“ zeigen Master Gardener, wie man mithilfe einfacher Milchkanister Mini-Gewächshäuser baut – ein interessanter Bogen zurück zur Nutzung von Milch im Garten, wenn auch hier die Verpackung im Vordergrund steht. Dieser Workshop kostet 15 Dollar und findet ebenfalls im Ag Heritage Building in Chambersburg statt.

Abschließend lädt die Cumberland Valley Produce Auction am Dienstag, den 17. Februar, zu einem kostenlosen Treffen für Kürbiszüchter ein. Von 8:30 bis 14:00 Uhr diskutieren Experten und ein Züchterpanel über die Kürbisproduktion, wobei auch Fortbildungspunkte für Pestizid-Lizenzen erworben werden können.