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Ein kleiner Einblick:

Gewitterzelle zieht knapp an Gifhorn Stadt vorbei!

#Wissen
13.6.19, 20:45 Uhr

Gerade eben ist ziemlich knapp an Gifhorn Stadt eine Gewitterzelle langgezogen, die mir die seltene Chance gewährt hat, aus Gifhorn–Süd einen seitlichen Blick in die Zelle zu werfen, ohne dass durch den Regen alles verwaschen ist!

Leider ist die Aufnahme nur aus dem Fenster gemacht, weswegen da so komische Dinge, wie Häuser und Bäume im Vordergrund sind, dennoch konnte ich nicht widerstehen, diese wunderschöne Wolke einzufangen.

Auf dem Bild ist ein ziemlich guter Einblick in eine Gewitterwolke zu sehen. Eine Gewitterwolke, wie sie da zu sehen ist, nennt man auch Cumulonimbus calvus praecipitatio!

Klingt ziemlich verrückt, Cumulonimbus ist aber einfach das Wort für eine Gewitterwolke, calvus heißt, dass eine eine ausgeprägte Ambossform vorhanden ist und praecipitatio heißt, dass man Fallstreifen sehen kann.

Gerade diese Fallstreifen sind auf dem Bild sehr schön zu erkennen (unten rechts zwischen den Baumwipfeln). Mit Fallstreifen ist Niederschlag gemeint, der in Form von Fäden unterhalb der Wolke sichtbar wird.

Tatsächlich tritt dieses Phänomen nur auf, wenn der Temperaturunterschied zwischen der Luft unter der Wolke und der Luft außerhalb groß genug ist. Genau das ist in diesem Fall eingetreten.

Eine Gewitterwolke (wie auch viele andere konvektive Wolken) hat nämlich immer einen Auf– und Abwind. Denn irgendwo muss die warme Luft in die Wolke reinkommen, sich abkühlen und kondensieren, und irgendwo muss die kalte Luft dann auch wieder raus.

Bei kleinen Gewitterzellen ist es so, dass dieser Auf– und Abwind nacheinander stattfindet.

Das heißt, erst geht ganz viel warme Luft in die Wolke rein und sie baut sich auf und irgendwann ist dann kein Platz mehr in der Wolke, es fängt an zu regnen und mit dem Regen kommt dann auch die warme Luft nach unten.

Da die kalte Luft an der selben Stelle (normalerweise ziemlich in der Mitte der Zelle) herunterkommt, wie die warme Luft hochkommt, kann keine neue warme Luft zu der Wolke kommen und nach einer Zeit stirbt sie. Also sie hat zu wenig Energie und zerfällt.

Kritisch wird es dann, wenn die Gewitterzelle es schafft den Aufwindkanal und den Abwindkanal voneinander zu trennen. Denn dann kann sie ungestört wachsen und zerstörerische Maßen annehmen.

Das passiert meistens bei Gewitterfronten oder wenn sich mehrere Zellen zusammenschließen.

Bei einer Gewitterfront bildet sich dann oft eine Böenwalze (so eine Wurst zu Beginn der Front). Die entsteht durch das Aufeinandertreffen von der warmen Luft, die die Zelle auf der Vorderseite einsaugt und der kalten Luft, die unterhalb der Zelle ausgepustet wird.

Wenn sich mehrere Zellen zu einer sogenannten Multizelle zusammenschließen, kann es dazu auch kommen, indem sie sich sozusagen gegenseitig unterstützen. Aber das führt jetzt hier wirklich viel zu weit …

Das auf dem Bild war eine einfache kleine Zelle mit gezählten Minuten. Nördlich vom Landkreis ist sie nämlich gerade am Sterben.

Geschrieben von Ben Weber (WetterBen)

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