Höchste Warnstufe für Niedersachsen ausgerufen!

Es hätte auch uns treffen können …

#unwetter


Gestern, an Himmelfahrt, haben sich südlich von Gifhorn mehrere heftige Gewitterzellen gebildet. Eine davon hat für Überschwemmungen und enormen Hagel gesorgt. Und das hätte auch uns treffen können!




Schon am Tag davor war klar, dass die Gewitter wahrscheinlich auch den Landkreis treffen werden. Jedoch war die ganze Lage noch sehr unsicher.
Aber wie kam es eigentlich zu den Gewittern?

Wenn eine Kaltfront auf warme Luft trifft

Schuld an den Gewittern war das Tief „Ursula“. Dieses schleuderte am Donnerstag eine Kaltfront über Deutschland, welche die warme Luft, die wegen dem schönen Wetter hier war, nach oben katapultierte und so eine plötzliche Gewitterbildung ermöglichte.

Das Tückische an diesen Gewittern war, dass diese erst kurz vor Gifhorn entstehen sollten und sie so sehr schwierig vorherzusagen waren.
Daher blieb mir nichts anderes übrig, als das Radarbild dauerhaft im Auge zu behalten und jederzeit mit einer Gewitterzelle zu rechnen.
Und dann ging alles ganz schnell …

Gewitterzelle mit Kurs auf Gifhorn

Um etwa 11:20 Uhr war es dann so weit und über Goslar hat sich ein Schauer gebildet, der schnell zum Gewitter wurde.
Um 11:45 Uhr wurden dann schon die ersten Blitze registriert.

Nachdem sich diese Zelle dann bis 13 Uhr südlich von Wolfenbüttel formiert hatte, sollte sie um 13:10 Uhr mit 23 km/h auf Gifhorn zuziehen und schon gegen 14 Uhr Calberlah erreichen.
Zu diesem Zeitpunkt gab es innerhalb 10 Minuten 99 Blitze in der Zelle, extremen Starkregen, Hagel von bis zu 4 cm Durchmesser und Böen von bis zu 90 km/h.

Warnung vor heftigem Gewitter

Verwunderlich war es daher nicht, dass der Deutsche Wetterdienst sofort eine Warnung vor heftigem Gewitter für den südlichen Landkreis herausgegeben hat.
Diese Warnung habe ich dann so schnell wie möglich weitergegeben, um möglichst viele Menschen zu informieren, da man schließlich mit dem schlimmsten rechnen musste. (Das sehen wir auch noch später)

Gewitterzelle schwächt kurz vor Gifhorn ab

Was soll ich sagen, wir hatten einfach wieder unfassbar viel Glück: Was nach schwersten Unwetter aussah, war eine halbe Stunde später nur noch ein normales Gewitter.

Zwar gab es beim Eintreten in den Landkreis südöstlich von Gifhorn Stadt nochmal einiges an Starkregen und Hagel, aber kaum noch Blitze. Wenig später zerfiel das System dann und in Gifhorn Stadt war das Gewitter nur durch ein paar Tropfen und ein paar wenigen Blitzen zu spüren.

Tornadogefahr und extrem viel Hagel in der Region Goslar

Richtung Goslar sah es jedoch ganz anders aus. Eine anfangs unscheinbare Gewitterzelle, die fast zeitgleich mit unserer entstanden ist, entwickelte sich zu einem extremen Unwetter und zog Richtung Hildesheim.
Das Problem war nur, dass sie kaum vorankam und dadurch einerseits immer heftiger wurde, aber auch mehr Regen ablassen konnte.

Flutwelle im Vorharz

Heftige Unwetter im Landkreis Goslar Ort: Neuwallmoden Fluss: Neile (Zufluss Innerste) Innerhalb von 2 Stunden sind fast 100 Liter auf den Quatratmeter gefallen, eine stationäre Gewitterzelle war hier der Verursacher. Die Flutwelle kam so schnell, das man praktisch keine Chance hatte! Es waren zu wenig Helfer vor Ort um mit dieser Katastrophe fertig zu werden. Severe Weather Europe

Gepostet von Unwetterjäger am Donnerstag, 10. Mai 2018

Außerdem gab es zwischenzeitlich eine deutliche Rotation in der Gewitterzelle, weswegen ein Tornado nicht auszuschließen war.

Eindeutig Rotation erkennbar! Heute mittag in 38170 Schöppenstedt...

Gepostet von Dennis Ozolins am Donnerstag, 10. Mai 2018

Heftiger Hagel

Unwetter auf der B82 Höhe 38729 Lutter am Barenberge ... so etwas habe ich noch nie gesehen, der Hagel war zwischendurch so groß wie eine 2 Euro Münze

Gepostet von Kevin Flaig am Donnerstag, 10. Mai 2018





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